Omega-3-Fettsäuren: Wie wichtig sind sie für deine Gesundheit?

Nov 9, 2021 | Ernährung

Omega-3-Fettsäuren stellen sich immer mehr als wichtiger Bestandteil für die Gesundheit dar. Sie zählen zu den essentiellen Fettsäuren, die vom Körper nicht selbst hergestellt werden können und über die Nahrung zugeführt werden müssen.

Die wichtigsten lebensnotwendigen Fettsäuren sind die Omega-3- und die Omega-6-Fettsäuren, die beide zur Gruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren zählen.

In der Ernährungstherapie von entzündlichen Krankheiten wie beispielsweise Multiple Sklerose, Arteriosklerose, Morbus Chron, Fettleibigkeit, Schuppenflechte und anderen, können Omega-3-Fettsäuren eine maßgebliche Rolle spielen.1

Doch was sind Omega-3-Fettsäuren? Welche Wirkung und welchen Nutzen haben Omega-3-Fettsäuren? Was hat es mit dem richtigen Verhältnis von Omega-6/-3 auf sich? Wie kannst du eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren sicherstellen? Diese und weitere Fragen werden in diesem Artikel beantwortet.

Was sind Omega-3-Fettsäuren?

Omega-3-Fettsäuren: Wie wichtig sind sie für deine Gesundheit?
Omega-3-Fettsäuren sind Bestandteil der Körperzellen und essenziell für Herz, Gehirn und Nerven. Zusammen mit Omega-6-Fettsäuren zählen sie zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Bei der Ernährung ist es wichtig auf das richtige Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren zu achten.

Omega-3-Fettsäuren sind Bestandteil der Körperzellen und lebensnotwendig für Herz, Gehirn und Nerven. Sie sind an der Funktionsfähigkeit des Immunsystems, am problemlosen Funktionieren des Stoffwechsels und an der Herstellung von Hormonen beteiligt.

Zusammen mit den Omega-6-Fettsäuren zählen sie zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Die drei wesentlichen Arten von Omega-3-Fettsäuren sind:

  • ALA (Alpha-Linolsäure) in Pflanzen,
  • EPA (Eicosapentaensäure) in Fischen und Meerestieren und
  • DHA (Docosahexaensäure) in Mikroalgen.

Da unser Körper die Alpha-Linolensäure (ALA) nicht selbst bilden kann, müssen wir sie über die Nahrung zuführen. ALA ist die wichtigste pflanzliche Vorstufe, aus der der Körper nach Bedarf die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA herstellen kann.

Durch die Anwesenheit von zu viel Omega-6-Fettsäuren wird der Umwandlungsprozess jedoch gehemmt, da wir in der Regel mehr Linolsäure (LA) über die Nahrung aufnehmen.

Das richtige Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren ist wichtig

Die Omega-6-Fettsäuren gehören ebenfalls zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und auch sie müssen über die Nahrung zugeführt werden.

Die wesentlichen Omega-6-Fettsäuren sind:

  • Arachidonsäure (AA) und
  • Linolsäure (LA).

Die Linolsäure ist Bestandteil einer Vielzahl von Lebensmitteln und bildet die Vorstufe zu weiteren Omega-6-Fettsäuren. Aus ihr stellt der Körper die Arachidonsäure und weitere Omega-6-Fettsäuren, wie die Gamma-Linolensäure (GLA) her.

Aufgrund unserer Ernährungsgewohnheiten hat sich das Omega-6/3-Verhältnis leider in eine ungünstige Richtung entwickelt. Damit Omega-3-Fettsäuren im Körper gut verwertet werden können, darf unsere Ernährung nicht zu viele Omega-6-Fettsäuren enthalten.

Jedoch nehmen wir über tierische Lebensmittel aus der Massentierhaltung einen besonders hohen Gehalt an Omega-6-Fettsäuren auf.

Auch kostengünstige Pflanzenöle, die in der Lebensmittelindustrie bei der Herstellung von verarbeiteten Fertigprodukten, Backwaren und Nahrungsmitteln eingesetzt werden und Sonnenblumen- oder Distelöl, liefern viel Omega-6.

Warum ist die Omega-6/3-Balance so wichtig?

Unser Stoffwechsel verarbeitet Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren mithilfe ein und desselben Enzyms. Sind diese Enzyme alle mit Omega-6-Fettsäuren belegt, kann der Körper keine Omega-3-Fettsäuren mehr aufnehmen.

Gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren bei unter 5:1 liegen. Auf einen Teil Omega-3-Fettsäuren sollten maximal fünf Teile Omega-6-Fettsäuren kommen.

In der westlichen Welt liegt das Verhältnis jedoch im Durchschnitt bei 20:1.2

Für eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren ist somit nicht nur ausschlaggebend wie viel Fisch oder Leinöl du isst, sondern die Gesamtbilanz der von dir aufgenommenen Fette.

Die Wirkung von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

Omega-6-Fettsäuren

dienen als Bestandteile der Zellmembranen. Sie werden für Reparatur- und Wachstumsprozesse benötigt. Aus der Arachidonsäure (AA) können Gewebshormone (Eicosanoide) gebildet werden. Diese fördern die Entstehung von Entzündungen als Teil unserer Immunabwehr um Krankheitserreger abzuwehren.

Die weitere Wirkung liegt in einer Verengung der Gefäße und einer erhöhten Gerinnungsneigung des Blutes, was bei größeren Verletzungen von Vorteil ist.

Wenn der Anteil an Omega-6-Fettsäuren in unserer Nahrung jedoch wesentlich zu hoch ist, kommt es zu einer verstärkten Auslösung von Entzündungen im Körper und begünstigt so die Entstehung der sogenannten stillen Entzündungen, die eine der Ursachen für etliche Zivilisationskrankheiten darstellen, wie beispielsweise Allergien, Arteriosklerose, Demenz und Diabetes Mellitus.

Omega-3-Fettsäuren

hingegen erweitern die Gefäße und verringern die Dickflüssigkeit des Blutes, so dass es besser durch die Gefäße gleiten kann und nicht verklumpt. Zudem hemmen Omega-3-Fettsäuren Entzündungsprozesse im Körper.

Deshalb ist ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im Körper von besonderer Bedeutung.

Wie wichtig das Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in unserer Ernährung ist, erklärt das Netzwerkmitglied Dr. med. Volker Schmiedel in einem Video, dass in 02/2017 vom lifesms.blog empfohlen wurde.

Obwohl sich der Vortrag in erster Linie mit dem Zusammenhang zwischen Omega-3-Fettsäuren und der Vorbeugung von Krebserkrankungen befasst, sind die Argumente auch für die Krankheit Multiple Sklerose und andere entzündliche Erkrankungen richtig.

Wenn du dich näher mit dem Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren beschäftigen möchtest, lege ich dir dieses Video ans Herz.

Wie kannst du das Omega-6/3-Verhältnis ins Gleichgewicht bringen?

Um ein Gleichgewicht zwischen den entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren und den entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren herzustellen und eine möglichst optimale Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren zu erzielen sind folgende Empfehlungen abzuleiten:

Reduzierung des Omega-6-Fettsäuren-Anteils in deiner Ernährung

Indem du beispielsweise sparsam mit pflanzlichen Ölen wie Sonnenblumen- oder Distelöl, die ein ungünstiges Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren-Verhältnis aufweisen, umgehst und in der Ernährung auf eine Reduzierung von

  • Wurstwaren und Fleisch,
  • Backwaren,
  • fertig verarbeiteter Lebensmittel,
  • Fertiggerichte und
  • Fast Food

achtest.

Erhöhung des Omega-3-Verzehrs in deiner Ernährung

Gleichzeitig solltest du die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren erhöhen. Dies kannst du über den Verzehr von fettreichem Fisch, wie Hering, Lachs und Makrele erreichen.

Werte deinen Speiseplan mit

  • frischen und unverarbeiteten Lebensmitteln,
  • viel Gemüse, wie beispielsweise Avocado, Fenchel, Grünkohl, Kichererbsen und Oliven,
  • Samen, Kernen und Nüssen, wie beispielsweise Chia-, Hanf- und Leinsamen, Walnüssen sowie
  • Algen und
  • Leinöl (ist nicht zum Erhitzen geeignet! 1 Esslöffel/Tag pur oder auf Salat und in Smoothies)

auf.

Wenn du keine tierischen Produkte verzehren möchtest, kannst du stattdessen die Versorgung über Omega-3-reiche Algen, Chia-, Lein- und Walnussöl erhöhen.

Pflanzliche Quellen für DHA und EPA sind rar

Leinöl liefert von allen Ölen die höchste Konzentration an Omega-3-Fettsäuren und auch das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 ist mit 3:1 zugunsten Omega-3 ausgezeichnet.

Es liefert jedoch nur die Vorstufe ALA und nicht die aktiven Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA. Für eine gute Versorgung sind deshalb größere Mengen Leinöl täglich nötig.

Eventuell bietet sich eine Ergänzung von EPA und DHA über ein Nahrungsergänzungsmittel an

Ist es dir nicht möglich über deine Ernährung für einen gesunden Omega-3-Index und ein ausgeglichenes Omega-6- zu Omega-3-Verhältnis zu sorgen, bietet sich eine Ergänzung von EPA und DHA über ein Nahrungsergänzungsmittel an.

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Omega-3?

Bisher liegen weder von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) noch von der Europäischen Union (EU) verbindliche Referenzwerte für eine Zufuhr von EPA und DHA vor.

Der tägliche Bedarf gesunder Erwachsener an EPA (Eicosapentaensäure) und DHA(Docosahexaensäure) wird von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in Summe mit 250 mg angenommen.3

Einige Forscher halten diese Werte für zu gering um eine ausreichende Nährstoffversorgung zu erreichen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verhindern und zu behandeln. Sie geben eine Ernährungsempfehlung von ca. 500 mg/Tag EPA und DHA zur Reduzierung des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese Empfehlung wurde von vielen Gesundheitsbehörden weltweit angenommen.4

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 0,5 Prozent der aufgenommenen Nahrung (Gesamtenergieaufnahme) durch die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA) abzudecken. Das entspricht etwa 500 bis 1.500 mg ALA.

Schwangeren und Stillenden wird zudem die Zufuhr von 200 mg DHA(Docosahexaensäure) empfohlen.5

Ursachen für Störungen des Fettsäurehaushalts

Durch bestimmte Umstände kann es zu Störungen des Fettsäurehaushalts kommen, hierzu zählen:

  • einseitige Ernährung,
  • Diäten,
  • Verdauungsstörungen,
  • Vorerkrankungen,
  • Schwangerschaft und
  • Wachstum.

Welche Symptome deuten auf einen Fettsäuremangel hin?

Während die meisten Menschen mit ausreichend Omega-6-Fettsäuren versorgt sind, ist ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren vergleichsweise häufig. Die Symptome sind unspezifisch, so dass ein Mangel mitunter länger unentdeckt bleibt.

Zu den Symptomen zählen:

  • Konzentrationsstörungen,
  • Muskelschwäche,
  • Lichtempfindlichkeit,
  • schuppige Haut und Haarausfall,
  • Verstimmungen und Launenhaftigkeit,
  • Schlafstörungen,
  • Wachstumsstörungen und
  • Zittern.

Per Bluttest kann der Omega-Index ermittelt werden

Über einen speziell entwickelten Bluttest kann festgestellt werden, wie es um die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren bestellt ist.

Mit einem Omega-3-Test wird der Omega-3-Index ermittelt, der Aufschluss über den Anteil an EPA und DHA am Gesamtfettsäuregehalt im Blut gibt. Zudem kann das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 im Blut ermittelt werden.

Ein Omega-3-Index von über 8 Prozent gilt als optimal.

Diesen Bluttest kannst du bei deinem Hausarzt durchführen lassen um anschließend gemeinsam die Ergebnisse zu besprechen und entscheiden zu können, ob du deinem Körper gegebenenfalls Omega-3-Fettsäuren über ein Nahrungsergänzungsmittel zuführen solltest. Die Kosten für diesen Test werden allerdings nicht von der Krankenkasse bezahlt.

Eine bequeme Alternative bieten die sogenannten Selbsttests, bei der du selbst bei dir zu Hause eine kleine Blut- oder Urinprobe nimmst und zur Untersuchung per Post an ein Labor schickst.

Über eine App oder in einem geschützten Online-Kundenprofil kannst du einige Tage später deine Ergebnisse mit Analysebericht abrufen.

Meine Empfehlung für einen Omega-3-Fettsäure-Selbsttest habe ich dir auf meiner Empfehlungsseite „Helfer & Vitalstoffe“ hinterlegt.

Omega-3 und Multiple Sklerose

Die Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose (MS) schädigt das Nervensystem durch entzündliche Prozesse, die sich gegen die isolierende Schicht der Nervenzellen (Myelin) richten.

Da Omega-3-Fettsäuren Entzündungsprozesse im Körper hemmen, könnte eine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren und Fischöl die Behandlung bei MS unterstützen.

Forscher führten eine systematische Überprüfung der Forschungsliteratur durch und suchten nach Beweisen für die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren und Fischöl-Supplementierung auf das Fortschreiten der MS bei erwachsenen Patienten.

Sie fanden mehr als 5.500 thematisch relevante Studien von denen sieben exakt dem Thema und den Kriterien entsprachen. In diesen zeigte sich, dass sich die Nahrungsergänzung mit Fischöl und Omega-3-Fettsäuren vorteilhaft auf die Lebensqualität von MS-Betroffenen auswirkte.

Der Einfluss auf die Gesundheit wurde durch einen verbesserten Stoffwechsel und die messbare Senkung von Entzündungsmarkern zurückgeführt.

Aus dieser Analyse schließen die Forscher, dass eine Nahrungsergänzung mit Fischöl und Omega-3-Fettsäuren unterstützend bei der MS wirken kann.

Vorteilhafte Effekte fanden sich in den Entzündungswerten im Blut und bei der Rückfallrate sowie der Verbesserung der Lebensqualität.6

Omega-3 und Depressionen

In einer durchgeführten Meta-Analyse von Studien um die Wirksamkeit von mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, insbesondere DHA (Docosahexaensäure) und EPA(Eicosapentaensäure) zeigte sich eine wachsende Zahl von Beweisen, dass Omega-3-Fettsäuren bei der Verbesserung von Depressionen wirksam sind.

Eine ergänzende Versorgung mit den beiden Haupttypen von Omega-3, EPA und DHA, hat sich ebenfalls als wirksam bei der Verringerung der Symptome von Depressionen erwiesen.

Die unterschiedlichen therapeutischen Wirkungen von EPA und DHA auf Depressionen müssen weiter untersucht werden. 7

Sind Omega-3 Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

Ernährungs- und Gesundheitsorganisationen sind sich darin einig, dass gesunde Menschen, die ausreichend und regelmäßig Fisch verzehren ihre Ernährung nicht durch Omega-3 Präparate zu ergänzen brauchen.

Die Einnahme von hochwertigen Omega-3 Kapseln oder Omega-3 Öl kann sinnvoll sein, wenn

  • ein erhöhter Omega-3-Bedarf besteht,
  • kein oder zu wenig Fisch verzehrt wird,
  • für Menschen, die sehr Omega-6-reich essen,
  • Leistungssportler und
  • Menschen, die unter Krankheiten, wie Autoimmunerkrankungen (MS), Allergien, Arteriosklerose, Arthrose, Diabetes und Rheuma leiden.

Solltest du zu den Menschen der o.g. Gruppen gehören und bei dir per Bluttest eine Unterversorgung an Omega-3-Fettsäuren nachgewiesen werden, so kannst du zusätzlich zu einer gesunden Ernährung deinen Omega-3-Index über ein Nahrungsergänzungsmittel verbessern.

Hinsichtlich der vielen gesundheitsfördernden Wirkungen von Omega-3-Fettsäuren werden diese mittlerweile als Nahrungsergänzungsmittel angeboten.

Welche Omega-3 Nahrungsergänzungsmittel (NEM) gibt es?

Es werden verschiedene Präparate in verschiedenen Darreichungsformen aus:

  • Fischöl,
  • Krillöl und
  • Algen

angeboten.

Fischöl

Fischöl erfreut sich großer Beliebtheit und ist bereits lange etabliert. Fischöl und Fischöl-Kapseln sind auch eine preisgünstige Variante. Die Belastung vieler Fischarten mit Schwermetallen und die Überfischung der Meere aus ökologischer Sicht, machen es allerdings zu einer zweischneidigen Sache.

Es kann passieren, dass man nach der Einnahme mit Fischgeschmack aufstößt. Viele Menschen empfinden das als unangenehm.

Krillöl

Krillöl hat einen hohen Anteil an bioverfügbaren Omega-3-Fettsäuren und ist ein relativ neues Produkt. Es wird aus arktischen Krebstieren gewonnen. Durch die Krillfischerei wird das empfindliche Ökosystem der Antarktis gefährdet.

Algenöl – als vegane Alternative

Mikroalgen, die von Fisch gegessen werden, sind die ursprüngliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren. Sie zählen bislang zur teuersten Variante, punkten jedoch mit Tier- und Umweltfreundlichkeit sowie Schadstoffarmut. Denn, sie haben im Gegensatz zum Fisch keine messbaren Belastungen mit Umweltgiften. Die Alge Schizochytrium hat den höchsten DHA-Gehalt. Algen werden in Aquakulturen angebaut und schonen das sensible Gleichgewicht der Ozeane.

Die Nahrungsergänzungsmittel (NEM) werden sowohl in Ölen als auch in Kapselform angeboten.

Auf was solltest du bei der Verwendung von Omega-3-NEM achten?

Oftmals reicht der Konsum von omega-3-haltigen Lebensmitteln nicht aus um den täglichen Bedarf an EPA und DHA zu decken. Hier bietet sich eine Ergänzung mit Omega-3-Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) an.

Um tatsächlich einen gesundheitlichen Mehrwert zu erzielen, achte bei der Wahl des Produktes auf folgende Dinge:

  • eine hohe Qualität,
  • dass die Omega-3-Fettsäuren in ihrer natürlichen Triglyceridform vorliegen. Die Gründe liegen in einer höheren Bioverfügbarkeit und einer geringeren Oxidationsanfälligkeit.
  • Ob es sich um ein Produkt handelt, das nur DHA oder eine Mischung von DHA und EPA enthält. Als allgemein wichtigste Quelle gilt DHA, da die Umwandlung in diese Form für den Körper schwierig ist. Da sowohl EPA als auch DHA eine eigenständige Wirkung haben, sind jedoch beide von großer Bedeutung für deinen Körper. Natürliche Nahrungsmittel enthalten fast immer eine Mischung der verschiedenen Omega-3-Fettsäuren, so dass eine Mischung auch bei der Zuführung über ein NEM sinnvoll erscheint.
  • Die Deklaration aller Zutaten und Zusätze.
  • Ob Qualitätsprüfungen von unabhängigen Laboren vorliegen.
  • Dass die Produkte möglichst frei von Zusatzstoffen wie Magnesiumstearat und Siliziumdioxid sind und keine künstlichen Aroma- und Farbstoffe oder zugesetzten Zucker und Süßstoffe enthalten.
  • Wenn du aus ethischer und ökologischer Sicht auf Fischöl verzichten möchtest, bietet sich ein rein pflanzliches Omega-3 aus natürlichem Algenöl, hergestellt aus Mikroalgen, an.

Gemäß der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) ist die tägliche zusätzliche Aufnahme von bis zu 5 g an den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA (kombiniert) unbedenklich.

Wie auch bei der Verwendung anderer NEM, sind auch bei der Verwendung von Omega-3-Fettsäuren Neben- und Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen. Die Verwendung hochdosierter Omega-3-Fettsäure-Produkte kann beispielsweise die Wirkung gerinnungshemmender Medikamente verstärken. Deshalb solltest du die Verwendung und die Dosierung immer nur in Absprache mit deinem Arzt erwägen.

Meine Erfahrungen mit Omega-3-Fettsäuren

Ende Juni 2019 hatte ich das Erstgespräch mit meinem betreuenden Protokoll-Arzt, da ich mich in Sachen Multiple Sklerose für die Behandlung mit einer hochdosierten Vitamin-D-Therapie, dem sogenannten Coimbra Protokoll, entschieden hatte.

Nach einem zweieinhalbstündigen Beratungsgespräch und einer Blutabnahme (Omega-3 Index und Schwermetallbelastung) verließ ich die ganzheitlich arbeitende Praxis mit einem umfangreichen Ernährungs- und Nahrungsergänzungsmittel-Plan.

Neben der Umstellung meiner Ernährung und der Einnahme von Vitamin-D Hochdosen wurde mir die Einnahme von Vitamin K2, Magnesium (beides wichtige Cofaktoren von Vitamin D), 5-HTP zur Vermeidung bzw. Linderung von Depressionen, ein Vitamin-B-Komplex und Omega-3-Fettsäuren in Form von veganen Kapseln empfohlen.

Seit dieser Zeit habe ich mich ausführlich mit meiner Ernährung und der Umstellung meiner Lebensweise beschäftigt. Daraus entwickelte ich mein neues 5-Schritte-Lebensstil-Programm. Wenn du wissen möchtest, wie es mir damit gelungen ist wieder ein Leben mit mehr Lebensfreude und Vitalität – trotz MS – zu führen, lade dir gerne das gratis E-Book hierzu herunter.

Anleitung zum Lebensstil-Programm mit MS

5-Schritte-Lebensstil-Programm mit MS

Meine Ernährungsumstellung war sehr komplex und führte dazu, dass ich mich seit Anfang Februar 2020 vegan ernähre. Da Omega-3-Fettsäuren bei Veganern zu den kritischen Nährstoffen zählen, decke ich meinen Omega-3-Bedarf neben der Verwendung von Leinöl, Chia- und Hanfsamen, Kürbiskernen, Wallnüssen und dem Verzehr von reichlich Gemüse und Avocados zusätzlich über die tägliche Zufuhr mit einem Omega-3-Komplex (EPA und DHA) in Form von veganen Kapseln.

Nachdem ich mehrere Omega-3-Produkte in Form von Öl und Kapseln von verschiedenen Herstellern getestet habe, beziehe ich seit März 2020 meine Omega-3-Kapseln * über die Firma Sunday Natural, die alle oben genannten Kriterien für einen gesundheitlichen Mehrwert erfüllt.

Ein bis zweimal jährlich teste ich mit Hilfe des Norsan-Fettsäure-Analyse-Selbsttest * mein Omega-3-Profil und kann dadurch meine Omega-3-Dosis entsprechend anpassen.

Durch die Umstellung meiner Ernährung und die Zufuhr verschiedener essentieller Nährstoffe, wie auch Omega-3-Fettsäuren, aber auch durch die Veränderung meines Lebensstils ist es mir gelungen wieder ein Leben mit mehr Lebensqualität und Vitalität zu führen.

Die im Juni 2021 durchgeführte MRT-Kontrolle (Schädel und Kopf) belegt, dass mein Lebensstil-Programm funktioniert. Weder im Schädel noch im Kopf wurden neue Läsionen (Demyelinisierungsherde) festgestellt. Die vorhandenen Läsionen in HW2/3 gehen sogar zurück.

Ich bin dankbar, dass die vielfältigen MS-Symptome, unter denen ich leide deutlich gemildert wurden und das auch ohne die Anwendung eines MS-Basis-Therapie-Medikamentes.

Fazit

Omega-3-Fettsäuren sind lebensnotwendig. Jeder braucht sie. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen die Wirksamkeit der Omega-3-Fettsäuren.

Sie besitzen sowohl in der Vorbeugung als auch in der Therapie zahlreicher chronisch-degenerativer und entzündlicher Erkrankungen ein hohes therapeutisches Potential.8

Durch eine ausreichende Omega-3-Fettsäuren-Versorgung und ein ausgewogenes Omega-6/3- Verhältnis kannst du deine Gesundheit fördern.

Wie ist es um deinen Omega-3-Index bestellt?

Wie stellst du eine optimale Versorgung von Omega-3-Fettsäuren sicher?

Führst du deinem Körper Omega-3-Fettsäuren zusätzlich zur Ernährung zu? Wenn ja, welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

Hinterlasse mir deine Anmerkungen in einem Kommentar.

Quellen

  1. Calder, Philip C. “Omega-3 fatty acids and inflammatory processes.” Nutrients vol. 2,3 (2010): 355-74. doi:10.3390/nu2030355, letzter Abruf 07.11.2021
  2. Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren, www.thieme.de, letzter Aufruf 07.11.2021
  3. https://www.researchgate.net/publication/238743469_Scientific_Opinion_of_the_Panel_on_Dietetic_Products_Nutrition_and_Allergies_on_a_request_from_the_Commission_related_to_labelling_reference_intake_values_for_n-3_and_n-6_polyunsaturated_fatty_acids_1, letzter Aufruf 07.11.2021
  4. Gebauer SK, Psota TL, Harris WS, Kris-Etherton PM. n-3 fatty acid dietary recommendations and food sources to achieve essentiality and cardiovascular benefits. Am J Clin Nutr. 2006 Jun;83(6 Suppl):1526S-1535S. doi: 10.1093/ajcn/83.6.1526S. PMID: 16841863., letzter Aufruf 07.11.2021
  5. https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/fett/?L=0, letzter Aufruf 07.11.021
  6. AlAmmar WA, Albeesh FH, Ibrahim LM, Algindan YY, Yamani LZ, Khattab RY. Effect of omega-3 fatty acids and fish oil supplementation on multiple sclerosis: a systematic review. Nutr Neurosci. 2021 Jul;24(7):569-579. doi: 10.1080/1028415X.2019.1659560. Epub 2019 Aug 28. PMID: 31462182., letzter Aufruf 07.11.2021
  7. Liao, Y., Xie, B., Zhang, H. et al. Wirksamkeit von Omega-3-PUFAs bei Depressionen: Eine Meta-Analyse. Transl Psychiatrie 9, 190 (2019). https://doi.org/10.1038/s41398-019-0515-5, letzter Aufruf 07.11.2021
  8. https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2007/daz-47-2007/omega-3-fettsaeuren-epa-dha, letzter Aufruf 07.11.2021

Hinweis

Die hier gezeigten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information – keinesfalls dazu Krankheiten zu diagnostizieren oder zu heilen.

Die Nutzung der bereitgestellten Informationen geschieht auf eigene Verantwortung und ersetzt nicht die Untersuchung und Behandlung durch einen Arzt. Bei körperlichen und psychischen Gesundheitsproblemen wird die regelmäßige Vorstellung bei einem Arzt, Heilpraktiker und/oder Psychotherapeuten sowie die Befolgung der vereinbarten Therapie empfohlen. Ich vermeide alles, was Hilfesuchende dazu veranlassen könnte ärztliche Behandlungen und Konsultationen hinauszuzögern, zu unterbrechen, zu unterlassen oder abzubrechen. Ich empfehle keine Arzneimittel. Auch gebe ich keine Ratschläge hinsichtlich einer veränderten Einnahme und/oder des Absetzens ärztlich verordneter Medikamente. Die Inhalte können und dürfen nicht verwendet werden um eigenständige Diagnosen zu stellen und/oder Behandlungen anzufangen und durchzuführen.

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Hallo, ich bin Doris

Hallo, ich bin Doris

Seit 2019 habe ich die Diagnose Multiple Sklerose (MS). Ab da hieß es für mich: Alles auf Neustart! Neugierig und mutig habe ich verschiedene auch unkonventionelle Behandlungsmethoden ausprobiert und ein neues Lebensstil-Programm für mich entdeckt.

Darüber schreibe ich hier, um anderen MS-Betroffenen, deren Angehörigen und Freunden die Krankheit MS nahe zu bringen, Sie zu informieren und mit hoffnungsgebenden Impulsen zur Seite zu stehen. Für ein Leben mit mehr Lebensfreude und Lebensqualität – trotz MS.

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